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Bewerbungs-ABC

Bei Fragen zum Thema Bewerbungen geben Sie einen Suchbegriff in das Eingabefeld oder wählen Sie Ihr Thema per Mausklick auf den entsprechenden Begriff aus. Sie erhalten detaillierte Informationen zu dem gewünschten Thema.

L

Layout

Hier erhalten Sie allgemeine Tipps über die formale Gestaltung Ihrer Dokumente. Einige müssen Sie selbst erstellen, von anderen fertigen Sie saubere Duplikate an.

Selbst erstellen müssen Sie vor allem das Anschreiben und den Lebenslauf. Am einfachsten haben Sie es natürlich, wenn Sie Ihren PC einsetzen, zumal Sie die Texte dann auf einem Laserdrucker ausgeben können.

Grundsätzlich gilt, ganz besonders für das Anschreiben: Vermeiden Sie unbedingt den Eindruck einer Massenaktion! Dieser Hinweis ist deshalb wichtig, weil gerade der Einsatz komplexer Textverarbeitungssysteme zur standardisierenden Vereinfachung verführt.

Anschreiben und Lebenslauf können Sie auch auf einer gut funktionierenden Typenradmaschine mit frischem Farbband (am besten einem Karbonband) und sauberem Typenrad erstellen.

Ob Schreibmaschine oder Computer - wichtig sind folgende Punkte:

1) Gut lesbare Schrift - keinesfalls schnörkelige Schmuckschriften! - in angemessener Punktgröße.

2) Beschränkung auf zwei Grundschriften, die im Schriftbild miteinander harmonieren: eine einfache Grotesk-Schrift (ohne Serifen, z. B. Arial) für Tabellen und Übersichten (9/10 pt), Kopf- und Fußzeilen (8/9 pt), Absender und Anschriften, Betreffszeile (11/12 pt); und eine Times-Schrift (mit Serifen, z. B. TimesNewRoman) für den Fließtext (11 pt) und alle übrigen Textteile (10/11 pt).

3) Angemessene, nicht zu enge Buchstaben-, Wort- und Zeilenabstände.

4) Achten Sie besonders beim Lebenslauf auf gleichmäßige Abstände zwischen Absätzen und Spalten. Machen Sie sich, bevor Sie mit dem Schreiben beginnen, genaue Gedanken über Struktur, Gliederung und Layout. Bei mehr als zwei Seiten sollten Sie eine Seitennummerierung vornehmen - achten Sie auch bei der Paginierung auf ein ansprechendes Layout.

5) Weißes, holzfreies Schreibmaschinenpapier DIN A4 von 100-110g/m² Qualität.

Zeugnisse und Dokumente werden nicht als Originale, sondern in Form einwandfreier, sauberer Kopien ohne Schatten, Punkte, Streifen, Flecken und Knicke beigelegt: ungeheftet und ungelocht und nicht in Klarsichtfolien eingesteckt, in einen Cliphefter in dezenter Farbe.

Lebenslauf

Wichtigster Grundsatz: Ihr Lebenslauf sollte keine "Lücken" aufweisen. Längere Ausfallzeiten also unbedingt begründen - etwa durch Arbeitslosigkeit, Krankheit, Unfallfolgen.

Für "Mängel" in Ihrem Lebenslauf gelten die gleichen Regeln wie für das Anschreiben. Wenn nicht ausdrücklich anders gefordert, wird der Lebenslauf in tabellarischer Form nach folgendem Standardschema abgefasst:

1) Persönliche Daten: Name; Anschrift, Ruf- und ggf. Faxnummer; Geburtsdatum; Geburtsort; Staatsangehörigkeit; Familienstand (verheiratet oder ledig; nicht: geschieden); Religion (kann auch wegfallen)

2) Schulischer Werdegang: Grundschule (mit Ort); Weiterführende Schule (Hauptschule, Realschule, Gymnasium, Gesamtschule) (mit Ort); Datum Schulabschluss/Allgemeine Hochschulreife mit Abschlussnote

3) Wehrdienst/Zivildienst

4) Studium: Name und Ort der Universität(en); Schwerpunkte und Diplomarbeitsthema (gegebenenfalls mit Namen bekannter Dozenten/Professoren); Geleistete Praktika/Praxisphasen während des Studiums; Ggf. (wiss.) Hilfskraft- oder Mitarbeiterstellen, wenn sie zum Studienschwerpunkt gehören; Datum Hochschulabschluss, Titel und Gesamtnote (bei Studienabbruch: Vordiplom, Zwischenprüfung u.ä., ggf. mit Benotung); Postgraduierte Studien, Austauschstudien, Teilnahme an Konferenzen; Publikationen u. ä. (ggf. Verzeichnis der Beiträge und Vorträge)

5) Tätigkeiten neben dem Studium: Hilfskraft- und/oder Mitarbeiterstellen (sofern nicht unter "Studium" erwähnt); Nebentätigkeiten (Ferienjobs, Volkshochschul- oder sonstige Kurse/Lehrtätigkeiten, Praktika und Fortbildungen außerhalb des Studiums/Studienschwerpunkts u. ä.); Autodidaktische Studien (z. B. EDV-Programme, redaktionelle und Lektoratstätigkeiten, Lernprogramme); Kulturelle/Soziale Aktivitäten (Organisieren von Konzertveranstaltungen oder Ausstellungen, dramaturgische Tätigkeiten, Mitarbeit im Gemeinderat, ehrenamtliche Tätigkeiten in Pfarrgemeinde u. ä. - äußerste Vorsicht bei politischen Tätigkeiten!)

6) Berufspraxis

a) Beruflicher Werdegang mit Abschlüssen (Firma, Abteilung, Aufgaben, Schwerpunkte, Projekte, Mitgliedschaften in Gremien, berufliche Weiterbildung)
b) Nebenberufliche Tätigkeiten (s. Tätigkeiten neben dem Studium; gegliedert in "Weitergeführte Nebentätigkeiten" und "Andere Nebentätigkeiten")

7) Berufsnahe/sonstige Kenntnisse: Studien und Sprachaufenthalte (ab 4 Wochen); Gesellschaftliche Funktionen (z. B. im Gemeinderat, in Verbänden u. ä. - auch hier: Vorsicht bei politischen Funktionen!); Sprachkenntnisse; Besondere Fähigkeitsausweise (Vorträge auf Kongressen oder Workshops, EDV-Kenntnisse, Maschinenschreiben mit Angabe der Anschläge/min; angeeignete kaufmännische Fähigkeiten, soweit sie sich nicht aus der Berufspraxis ergeben bzw. über sie hinausgehen etc.); Besondere Interessen und Neigungen.

Alle für die Position bedeutsamen Kenntnisse, Erfahrungen und ausgeübten Tätigkeiten sollten Sie neben der Listung stichwortartig beschreiben. Achten Sie auf Vollständigkeit: Außerbetriebliche und Nebenberufliche Aktivitäten lassen Eigeninitiative erkennen und unterstützen Ihre Bewerbung. Aber: Vermeiden Sie den Eindruck, sich zu verzetteln oder nicht festlegen zu können! Ist Ihr Lebenslauf sehr umfangreich, stellen Sie den Angaben zur Person eine Seite »Profil« (tabellarischer Kurzlebenslauf) voran, um eine thematische Gliederung vorzunehmen.

Segensreich ist ein EDV-gestütztes Textverarbeitungssystem: Sie können so die Daten problemlos aktualisieren und in den Text automatisch das aktuelle Datum eindrucken. Falls Sie keine EDV-Anlage besitzen, nehmen Sie mit einem Schreibbüro Kontakt auf, das Ihre Daten für Sie speichert und aktualisiert, damit Sie Ihren Lebenslauf nicht immer wieder neu schreiben müssen. Wenn Sie Ihren Werdegang selbst schreiben, achten Sie auf ein ansprechendes und übersichtliches Layout.

Und: Vergessen Sie am Schluss nicht Ihre eigenhändige Unterschrift mit Ort sowie (falls Sie es nicht automatisch eindrucken lassen) Datum.

Lichtbild

Das Bewerbungsfoto macht man beim Fotografen, nicht im Passbildautomat. Männer ziehen Jackett und Krawatte an, den Rest macht der Photograph. Sie sollten ihm allerdings einige Angaben machen können.


Sie haben die Wahl zwischen schwarz/weiß- und Farbfotos. Außerdem gibt es ein großes und ein kleines Format.
Schwarz/weiß-Fotos sind klassisch, farbige wirken freundlicher.

Wenn Sie ein Deckblatt nutzen, können Sie ein kleines oder großes Format wählen. Erscheint das Bild auf dem Lebenslauf, nimmt man immer das kleine Format.
Diese beiden möglichen Platzierungen für das Foto gibt es, setzen Sie niemals auf Deckblatt UND Lebenslauf!


Auf dem Deckblatt kann es mittig, rechts oder links gesetzt werden, im Lebenslauf immer oben links oder oben rechts neben den ersten Zeilen.
Sie sollten also schon wissen, wo das Bild erscheinen soll, denn man sollte auf dem Bild zum Text schauen. Daran sich orientierend werden Sie vom Photographen entweder schräg nach rechts oder nach links platziert.

Befestigt wird das Foto mit Fotoecken, und zwar mit den beidseits klebenden dünnen Plättchen. Nicht mit denen, in die man das Foto an den Ecken hereinschiebt. Ecken gibt's im Fotoladen.


Benutzen Sie keinen flüssigen Kleber, der drückt durch! Auf die empfohlene rückseitige Beschriftung, falls sich das Foto mal löst, sollte man auch bei Fotoecken nicht verzichten. Die halten gut und man läuft nicht Gefahr, dass die Beschriftung durchscheint oder -drückt.